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Space Rock
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© Klaus Wagner - Fotolia.com |
Entstanden ist der Space Rock in den
späten Sechziger bis frühen Siebziger Jahren.
Die Musik ist psychedelisch, was soviel heißt
wie "die Seele hervorbringen". Es beschreibt
einen euphorisch rauschartigen Zustand bzw. einen Meditations-
oder Trancezustand, der bewusstseinserweiternde Eindrücke
verleiht. Der Einfluss von Drogen führt zu Sinnestäuschungen.
Visuelle Reize werden wahrgenommen, die nicht der Wirklichkeit
entsprechen. Psychedelische Bilder wirken kunstvoll
und lebendig. Manche erwecken einen dermaßen lebendigen
Eindruck, dass es scheint als würden sie sich bewegen.
Durch sich wiederholende Elemente wie
z. B. Riffs aus dem Hard Rock
und Heavy Metal baut
der Space Rock ein schwereloses Gefühl begleitet
von futuristischer Atmosphäre auf. Es werden Synthesizer
sowie Blas- und Streichinstrumente benutzt. Die Texte
behandeln Themen wie Fantasy, Science Fiction und Weltraum.
Auftritte von Space Rock-Bands beinhalten oftmals eindrucksvolle
Lightshows.
Spacerock-Bands:
Hawkwind
Begründer dieses musikalischen
Genres ist die Band Hawkwind aus London. Ende 1969 schlossen
sich Dave Brock (Gesang, Gitarre), John A. Harrison
(Bass), Huw Lloyd Langton (Gitarre), Terry Ollis (Schlagzeug),
Nik Turner (Saxophon) und Dikmik Davies (Synthesizer)
zur Group X zusammen. Der Name wurde in Hawkwind Zoo
geändert und später vor der Veröffentlichung
des ersten Longplayers in Hawkwind.
Sie gehören zu den Ersten, die elektronische Instrumente
wie Synthesizer in ihre Musik einbauten. Durch den Einsatz
von Geige und Saxophon erzeugten sie faszinierende und
unterhaltsame Klänge. Hawkwind ließen viele
neue Ideen in ihre Musik einfließen. Sie experimentierten
zum Beispiel mit Querflöten und ließen in
den Klang einen elektronischen Hauch einfließen.
Nachdem im Sommer 1972 die Single "Silver
Machine" erfolgreich wurde, hatten Hawkwind eine
neue Idee. Ihre Bühnenshow sollte von nun an nicht
nur ein akustisches, sondern auch ein visuelles Erlebnis
sein. Lightshow und Stripperin kamen beim Publikum so
gut an, dass musikalische Fehler der Band verziehen
wurden.
Ihr Science-Fiction-Image unterstrichen sie gerne in
den Lightshows, den Alben und Texten. Darüber hinaus
wurden sozialkritische Themen behandelt. Viele ihrer
Alben wurden kunstvoll und kreativ gestaltet. "In
Search Of Space" beinhaltet ein Logbuch mit Reisebeschreibung
des Hawkwind-Raumschiffes.
In den Siebziger Jahren drückten
sich Hawkwind durch harte Rockmusik aus, die sie mit
einem Spritzer elektronischer Elemente versahen. Themen
waren Science-Fiction, Fantasy, Anarchie und Drogenkonsum.
Um psychedelisch-tranceartige Zustände zu erreichen,
konsumierten die Bandmitglieder LSD und andere psychisch
beeinflussende Drogen.
35007
Die Gruppe 35007 spricht sich nicht
als Zahl aus, sondern wird auf den Kopf gestellt lesbar
gemacht: Loose. Die Band kommt aus den Niederlanden
und veröffentlichte bisher ebenso wie Hawkwind
ausschließlich Alben aus dem Bereich Space-Rock.
Die Musik beinhaltet oftmals langsame und melancholische
Abschnitte. Bei Auftritten nutzen Loose die visuelle
Wirkung, indem sie zum Beispiel psychedelische Videosequenzen
einbauen. Auf ihrer Website kristallisiert sich das
Sciene-Fiction-Thema heraus.
Pink Floyd
Die bekannte Band gehörte in ihrer
Anfangszeit dem Psychedelic
Rock an. Bei Konzerten probierten Sie Effektgeräte
aus, um optische und akustische Besonderheiten zu erzielen.
Das diente zum Beispiel zur Erzeugung von Bassläufen.
Durch die Quadrofonie erzeugten sie räumliche,
realistische Klänge. Synthesizer wurden ab 1972
eingesetzt. "On the Run" ist ein gutes Beispiel
dafür, dass ein Lied fast vollständig aus
aufeinander- folgenden Synthesizerklängen bestehen
kann.
Mit verschiedenen Alben widmeten sich die Gruppen Gong,
Manfred Mann's Earth Band, Spiritualized (frühe
Alben) und Spacemen 3 dem Space Rock. Weitere Künstler
schufen bestimmte Alben im Space-Rock-Stil, wie zum
Beispiel David Bowie mit dem 1972 erschienenen Album
"Space Oddity", Ron Grainer mit dem Album
"The theme to Doctor Who", Rush mit "2112"
und Failure mit "Fantastic Planet".
Eine Übersicht über die bekanntesten
Spacerock Bands findet man hier
>>
Renaissance des Spacerock?
In den letzten Jahren wurde der Spacerock
wieder populärer, denn viele neue junge Bands haben
sich formiert um diese Stilrichtung wieder aufleben
zu lassen und in die Fussstapfen ihrer damaligen Vorbilder
zu treten. Erwähnenswert sind hier unter anderem
die Bands Astra, Astrasoniq, Shamall, Sula Bassana und
The Movements.
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