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Reggae

 

Rasta Man
Bildquelle: © africa - Fotolia.com

 

Entstanden ist Reggae Ende der 1960er Jahre aus einer Mischung aus Soul, Country, Jazz, R&B und Blues, US-amerikanischen Musikrichtungen, die in Jamaika gespielt wurden. Mento, Ska und Rocksteady beeinflußten diese Musikrichtung, welche in der populären Musik einen immer stärkeren Stellenwert einnahm.

 

Über die Bedeutung des Wortes "Reggae" gibt es bis heute verschiedene Meinungen. Die Einen leiten es aus dem lateinischen Wort für König - rex - ab und meinen, es heiße die "Musik des Königs". Andere wiederrum leiten es vom Wort "streggae" ab, auf Jamaikanisch "leichtes Mäd- chen".


Nun wie dem auch sei, als erwiesen gilt, dass der erste Reggae-Song "People funny boy" aus dem Jahre 1968 von Lee 'Scratch' Perry ist.

 

Zu Beginn war der Reggae bei den britischen Skinheads besonders beliebt, weswegen sich viele Interpreten dieser Musikrichtung wie The Charmers, The Corporation, Joe the Boss oder Symarip, Titel wie „Skinhead Moonstomp“ oder „Skinheads A Bash Dem“ einfallen ließen und sich somit gezielt an die Skinhead-Gemeinschaft richteten.

Rasta Man spielt Gitarre
Bildquelle: © mtrommer - Fotolia.com

 

Mit der Zeit jedoch fokussierte sich Reggae immer mehr auf dem Musikmarkt des britischen Pop und betonte inhaltlich speziell schwarze Thematiken.

 

Dieser so genannte Roots-Reggae, welcher besonders in den 70er Jahre florierte, ent- stand aus diversen Musikstilen wie dem frühen Pop-Reggae, Ska oder Rocksteady, aber auch afrikanischen Einwirkungen, wodurch die Musikrichtung Reggae gerade für jenen Teil der Skinhead-Szene an Bedeutung verlor, welcher immer mehr zur Gewalt und Neonazismus tendierte und sich somit immer mehr von ihrer ursprünglichen Idee, einer ra ssismusfreien Welt entfernte. Obwohl es auch heute noch unrassistische Skinhead- bewegungen gibt, die traditionelle Reggae-Events organisieren, kleine Label betreiben und sogar mit eigenen Bands neue Reggae Musik hervorbringen, wurde diese Gesellschaftsrichtung für den Reggae-Markt weitgehend uninteressant.


Typisch für diesen Musikstil ist der langsame Grundrhythmus. Dieser entstand, als man bei ersten Self-made-Produktionen des Ska R&B-Stücke coverte und dabei den zweiten und vierten Taktteil betonte. Dieser Grundrhythmus wurde schließlich im Übergang von Ska über Rocksteady zu Reggae noch verlangsamt.


Die Verbreitung von Reggae, welches eigentlich als Tanzmusik entstand, erfolgte hauptsächlich durch „Sound-Systems“, im übertragenen Sinne mobile Diskotheken. Bekannte Betreibern waren unter Anderem Clement „Sir Coxsone“ Dodd, Arthur „Duke“ Reid oder Cecil „Prince Buster“ Campbell. 1968 erlebte Reggae seinen ersten internationalen Erfolg mit dem von Desmond Dekker eingespielten „The Israelites“, der unter Anderem in Deutschland und England zur Nummer 1 in den Charts gewählt und somit zu einem Welthit wurde.


Der bekannteste Reggae-Musiker aller Zeiten ist mit Sicherheit Bob Marley, ein bedeu- tender Vertreter des Reggae, der diesen Musikstil ab Mitte der 1970er Jahre mit seiner Band The Wailers international bekannt machte.


Die Texte sind oft sozialkritisch und machen auf Missstände aufmerksam. Ein weiteres oft vorkommendes Thema ist Liebe, Frieden und Einigkeit und auch der Konsum von Marihuana wird gerne als beliebtes Motiv herangezogen.

 


Von besonderer Wichtigkeit in einem Reggaesong ist stets der Bass, der oft das Thema des Liedes beschreibt und den Gegenpol zu den Offbeats bildet. Zu den heraus- ragenden Reggae-Bassisten zählen Robbie Shakespeare und Aston Barrett.

 

Auch die E-Gitarre spielt eine wichtige Rolle, die mit der Betonung des Offbeats haupt- sächlich rhythmische Begleitung spielt. Erwähnenswert hier sind Künstler wie Ben Harper, Al Anderson, Earl „Chinna“ Smith oder Peter Tosh.

 

Im Großen und Ganzen zählen The Wailers, Derrick Morgan, Dave Barker oder The Upsetters zu den bedeutendsten Künstlern des Early Reggae, Beres Hammond, The Abyssinians, Ken Boothe, Alpha Blondy und Alton Ellis zu den Künstlern des Roots-Reggae und Linton Kwesi Johnson, Misty in Roots und Maxi Priest zu den Künstlern des britischen Reggae. Dies ist lediglich ein kleiner Ausschnitt aus einem großen Repertoir an herausragenden und imposanten Künstlern weltweit.

 

Bekannte Reggae-Festivals sind zum Beispiel im deutschsprachigen Raum der Chiemsee Reggae Summer, das Summerjam, das Africa Festival oder der Ruhr Reggae Summer, in Europa der Rototom Sunsplash in Italien, das Uppsala Reggae Festival in Schweden oder das Ostroda Reggae Festiwal in Polen.

 

 

 

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