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Punk / Punkrock

 

Die Punkerszene entstand Ende der Siebziger Jahre in den Metropolen New-York und London. Die ersten Punkbands kamen jedoch aus New York, wo sich diese radikal anmutende Spielart aus dem sogenannten Garagenrock der sechziger Jahre entwickelt hat.

 

Punkige Grafik Arts
Bildquellen: links - © drizzd - Fotolia.com | rechts - © York - Fotolia.com

 

Ursache für die Entwicklung in Großbritannien war vor allem die Wirtschaftskrise und die daraus hervorgehende Arbeitslosigkeit. Mit dem Gefühl, von der Gesellschaft ausgeschlossen zu sein, wandten sich die Jugendlichen gegen sie. Es entstand eine Anti-Haltung, die sich optisch und musikalisch äußerte. Die Kleidung war individuell, selbstgenäht, alt, kaputt und dreckig. Die Instrumente wie Schlagzeug und Gitarre wurden sich zur Not illegal beschafft und die Musik selber produziert. Das äußert sich oftmals in schlechter Tonqualität. Der Klang der Musik, war der Klang der Gegenbewegung: Laut, anders, dreckig, radikal, hässlich und gegen alles was das Bürgertum ausmachte. Alles was gesellschaftlich angesehen war, wurde missachtet. Musik, Kleidung und Gedanken- gut bildeten eine Einheit.

 

Kennzeichen der Musik war ihre Einfachheit. Eine Band bestand aus einem Gitarristen, einem Bassisten, einem Schlagzeuger und einem Sänger, der in einigen Fällen die Gitarre oder den Bass übernahm. Drei war die magische Zahl, da eine Band locker mit drei Musikern auskam, meist nicht mehr als drei Instrumente (Gitarre, Bass, Schlagzeug) genutzt und nicht mehr als drei Akkorde gespielt wurden. Dafür war die Läutstärke umso höher und die Texte umso provokativer. Die Musik war schnell und der Gitarrenklang verzerrt. Grölend und brüllend wurde Nein zu allem gesagt. Reine Instrumentalstücke waren selten und in den wenigen Intros tauchten Zitate oder einführende Worte des Sängers auf.

 

Zu den Punkbands der Siebziger gehören die Sex Pistols, The Damned und The Clash. Bei Konzerten bewegen sich Punkrock-Fans nicht wie es in Discotheken üblich ist, sondern haben auch hier eine Anti-Haltung. 1976 entstand der Pogo, ein individueller Tanz bei dem die Tanzenden kurzen, heftigen Körperkontakt untereinander haben, was teilweise schmerzhaft ist. Es gibt einen Ehrenkodex, niemanden mit Absicht zu verletzen und im Falle eines Sturzes sofort zu helfen. Kurze Blicke und kleine Gesten reichen aus, um zu sagen, dass keine Absicht vorlag. Wird darauf verzichtet, kann das bedeuten, dass der Tanz noch heftiger wird.

 

Ebenfalls aus der Punkbewegung entstanden, ist das sogenannte Stagediving, ein Sprung von der Bühne, worauf das Crowd surfing folgt. Crowd surfing entsteht auch oft aus dem Publikum heraus. Dabei lässt sich jemand liegend vom Publikum über die Menge tragen.

 

Im Laufe der Zeit, wurde Punkmusik immer beliebter, so dass sie sich zwischen dem Ende der Siebziger und dem Anfang der Achtziger über die ganze Welt ausbreitete. Es enstanden Untergruppen, wie Psychobilly, Hardcore-Punk, Anarcho-Punk, Folk-Punk, Ska (z. B. Tiefenrausch), Fun-Punk (z. B. Die Ärzte in ihrer Anfangszeit) und Oi!-Punk (z. B. Broilers und Loikämie)


Punkrock wurde ernsthafter, aggressiver und anarchistischer. Er vertrat eine linkspolitische Meinung. Außnahmen sind Fun-Punk und Oi!. Die unpolitische Oi!-Kultur steht für die Gemeinschaft zwischen Punkern und Skinheads und drückt dies mit dem Ausspruch "Punks and Skins united" aus. Punkbands der Achtziger sind Slime, Agnostic Front und die Dead Kennedys.

 

Aus dem rauen Punkrock entwickelte sich der Post-Punk und daraus der New Wave, der eher poppig und nicht mehr nach dem ursprünglichen Punk klang. Die Band Blondie wurde mit dieser Musik berühmt. Deutsche Bands der neuen Welle waren Fehlfarben, DAF und Ideal.


Punk wurde kommerziell erfolgreich, was sich nicht mit dem Ursprungsgedanken vertrug, gegen die Gesellschaft zu sein, anders zu sein. Gesellschaftliche Beliebtheit zu erlangen war nicht beabsichtigt.

 


Aus diesem Dilemma ergab sich eine erneute Abspaltung. Im Untergrund lebt bis heute der Punk in seiner ursprünglichen Anti-Haltung weiter. Im Mainstream erfreut der Punkrock die breiten Massen. Vertreter waren und sind unter anderem Billy Idol, Die Ärzte und Die Toten Hosen. Musiksender wie VIVA und MTV unterstützen durch das Ausstrahlen von Musikvideos den Erfolg in hohem Maße.

 

Ende der 1980er / Anfang der 1990er wurden mit dem Indie Rock und der Grunge-Welle Bands populär, die den ursprünglichen Punk-Gedanken durch bestimmte Stilelemente aufgreifen. Dazu zählen New Model Army, Nirvana, Blumfeld, Tocotronic, Green Day, Red Hot Chili Peppers und The Offspring.

 

In der Musik tauchen immer wieder Punk-Impulse auf. Sie äußern sich durch Unange- passtheit, Minimalismus, einfache Akkorde und Spontanität. Frühere Punkbands pro- bierten Neues und vermischten verschiedene Stilelemente, was zur Entstehung von Rapcore, Grindcore und Metalcore führte. Die verschiedenen Musikgenres verschmelzen miteinander und Punkrock ist ein Teil davon.

 

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