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Country-Rock / Southern- & Folk- Rock
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© Michael Flippo - Fotolia.com |
Countryrock
Country-Rock ist die Verschmelzung von Country- und
Rockmusik. Entstanden ist diese Stilrichtung Ende der
1960er Jahre in Kalifornien. Die wohl berühmtesten
Interpreten dieser Musikrichtung sind zweifelsohne Bob
Dylan und The Byrds.
Ende der 50er Jahre bildete sich eine
sehr große Kluft zwischen der Country- und der
Rockszene. Diese schien zu diesem Zeitpunkt unüberbrückbar.
Die Countrymusiker konnten mit der Rockmusik nichts
anfangen und die Rockmusiker nichts mit der Countrymusik.
Die Kluft wurde in diesen Jahren sogar noch größer
als die Rockmusik durch elektronische Varianten bzw.
durch britischen Einfluss verstärkt wurde.
1960 wagte Bob Dylan den ersten Schritt, indem er in
Nashville, seinerzeit die Hochburg der Country-Musik,
sein Rock-Album "Blonde on Blonde" einspielte.
Von den dortigen Musikern war er letztendlich so begeistert,
dass er direkt im Anschluss noch ein reines Country-Album
aufnahm. die Byrds nahmen diese beiden Alben als Inspiration
um das erste Country-Rock-Album der Musikgeschichte
aufzunehmen. Im Anschluss daran gab es viele Bands die
diesen Impuls aufgriffen, damit experimentierten und
diesen Stil verfeinerten. Sogar die Rolling Stones nahmen
für ihre Titel "Country Honk" und "WildHorses"
den Country-Rock als Grundlage. Ziel der Verschmelzung
dieser beiden Musikstile lag nicht darin, große
Umsätze oder gar Gewinne zu machen. Dafür
gab es zu diesem Zeitpunkt viel zu wenige Musiker und
Bands, die sich mit dem Country-Rock zu 100% identifizierten.
Vielmehr lag es allen Beteiligten daran, die beiden
Musikstile einander näher zu bringen.
In den 70er Jahren schritt die Entwicklung des Country-Rocks
weiter voran. Weitere Bands nahmen diese Musikrichtung
immer mehr als Orientierung: The Eagles, Lynyrd Skynyrd,
The Allman Brothers Band, Crosby, Stills and Nash and
Young sowie Neil Young mit seinen "Crazy Horses"....
nur um ein paar zu nennen. Der Country-Rock wurde so
populär, dass sich sogar eigene Stilrichtungen
bildeten, u.a. der Westcoast Country-Rock, den vor allem
die Eagles und Linda Ronstadt vertraten. So wurde zum
Beispiel das Greatest Hits Album "Their Greatest
Hits 1971-1975" von den Eagles mit einer verkauften
Stückzahl von über 30 Millionen Stück
(alleine in den USA!) das erfolgreichste Album des Westcoast
Country-Rock.
Southern Rock (Südstaatenrock)
Der Southern Rock (Südstaatenrock) ist eine härtere,
mit (zumeist mehreren) verzerrten Gitrarren gespielte,
Abwandlung des Country-Rock und verknüpft zudem
Elemente aus den Bereichen Hardrock und Blues, teilweise
auch Funk und Jazz miteinander. Dieser Rockstil entstand
gegen Ende der 1960er Jahre in den US-amerika- nischen
Südstaaten. In den 70er Jahren des vergangenen
Jahrhunderts wurde der Southern-Rock sehr populär
und ist, vor allem in Motorradclubs und Rockerkreisen,
bis heute noch sehr beliebt. Als bekannteste Bands gelten
die Allman Brothers, Molly Hatchet, Doc Holiday, Lynyrd
Skynyrd (von denen 1977 drei Mitglieder bei einen Flugzeugabsturz
ums Leben kamen), Rossington Collins Band (verbleibende
Lynyrd Skynyrd Mitglieder,) Creedence Clearwater Revival,
ZZ Top, die Marshall Tucker Band und die Charlie Daniels
Band sowie Blackfoot, Black Oak Arkansas und The Outlaws.
Folkrock Infos
Der Folkrock ist, ähnlich wie beim Countryrock,
eine Mischung aus Folk und Rockmusik. Die Ursprungsform
entstand in den 1960er Jahren in den USA und Kanada.
Das typischste Merkmal war hier der verzerrungsfreie
Klang der Instrumente. Auch akustische Instrumente wurden
hier verstärkt eingesetzt. Ein absolut typisches
Beispiel ist der anglo-keltische Folk-Rock der durch
die britische Band Fairport Convention geprägt
wurde. Hier werden Elemente des britischen Folk in die
Musik mit aufgenommen. Es müssen nicht immer zwangsläufig
Folkelemente in die Rockmusik eingebaut werden. Dies
gilt natürlich auch für die andere Richtung.
In die Folkmusik können durchaus auch Elemente
aus der Rockmusik ihren Einzug finden.
Nachdem die Band Steeleye Span mit britischem Folkrock
große Erfolge feiern konnte, überlegten auch
Bands, wie z.B. Horslips, irische Elemente zu verwenden.
Daraus entwickelte sich letztendlich die Richtung des
Celtic Rocks. Dieser enthält neben Elementen der
irischen Folkmusik, auch Teile des Folks aus Schottland,
aus Cornwall und aus der Bretagne. Kennzeichnend für
diesen Stil sind traditionelle Fiddle- und Harfenmelodien,
ausserdem typische Instrumente, wie Geige, Gitarre und
Schlagzeug.
Im Laufe der Jahre kamen noch esoterische Inhalte und
Elemente des New Waves hinzu. Allerdings wurden nie
die folkloristischen Wurzeln aus den Augen verloren.
Abschließend kann gesagt werden,
dass eine strenge Trennung zwischen dem Country- und
dem Folkrock nicht erfolgen kann. Die Grenzen sind schwer
zu definieren. Die Auswahl des entsprechenden Materials
kann mal mehr zur einen mal mehr zur anderen Richtung
tendieren.
Eine Aufstellung verschiedener Folkrock-Bands
gibt es hier
>>
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